OVB - Kultur - 22.02.2011
Frau Holle als Schattenspiel mit Musik im Rosenheimer Ballhaus
Märchenhafte Bilder, freche Texte, eingängige Melodien
"Märchen sind alt, aber nicht altmodisch", da ist sich Barbara Egger, Vorsitzende des Halfinger Bläserkreises, sicher. Zusammen mit Matthias Linke, Markus Lütke, dem Symphonischen Kammerorchester Halfing, dem Kinderchor Fürstätt und dem Waldorfkindergarten Bad Endorf brachte Egger "Frau Holle" als Schattenspiel auf die Bühne. Vier Aufführungen an einem Tag im Rosenheimer Ballhaus - das Projekt war ein voller Erfolg und viele Kinderaugen konnten zum Strahlen gebracht werden. Allerdings schien diese Fassung der "Frau Holle" eher geeignet für größere Kinder und Erwachsene, denn die Aufführung war anspruchsvoll und regte viele verschiedene Sinne an.
© OVB - Natürlich schüttelt die Goldmarie den Apfelbaum, der darum gebeten hat, die vielen reifen Äpfel zu ernten. - Foto binder
Markus Lütke, Schauspieler und Pädagoge für Sprachgestaltung, las das Märchen vor.
Gespielt wurde es von Susanne Altenried, Sabine Nettekoven und Sibylle Riepl-Wachter. Die drei
Erzieherinnen des Waldorfkindergarten Bad Endorf bewegten sich zwischen den wunderbaren
Scherenschnitten von Andrea Puskas. Die Kulissen waren authentisch und doch märchenhaft gestaltet,
meist in Schwarzweiß gehalten, aber teils auch farbig. Die Schauspielerinnen fielen in den Brunnen,
schüttelten die Betten, dass die Schneeflocken tanzten und wurden mit Gold und Pech übergossen. Gut
gelang ihnen, nur wenige, aber charakteristische Bewegungen der Goldmarie und der Pechmarie
herauszuarbeiten. Mehr brauchte es nicht, denn das Märchen wurde erzählt, und auch die Scherenschnitte
sprachen für sich.
Für Technik und Beleuchtung verantwortlich zeichneten die Studentin Lena Altenried und der Schüler
Lukas Lütke. Ihr Spiel mit Licht und Schatten war professionell.
Neben Schauspiel und Lesung gab es zusätzlich noch Musik und Gesang. Matthias Linke hat das Märchen
"Frau Holle" vertont und dirigierte nun zum Schattenspiel das Symphonische Kammerorchester Halfing.
Das mit Laien und Profis besetzte Orchester sorgte für wunderbare Musik, die die Bilder unterstützte
und zusätzliche Gefühle weckte. Der Kinderchor Fürstätt unter der Leitung von Edith Kaltenbrunner war
für besondere Akzente mit eingängigen Melodien und frechen Texten zuständig. So sangen die Kinder und
Jugendlichen zum Beispiel die Bitte des Brotes, das im Ofen schmort: "Hol mich hier raus!"
Das Zusammenwirken der verschiedenen Gruppen führte zu einem großen, erfolgreichen Projekt und
wunderbaren Vorstellungen. Die Worte von Peter Lang, der einen anspruchsvollen, berührenden
Einführungsvortrag hielt, wurden damit bestätigt. Er meinte, dass nicht nur Kinder Märchen brauchten,
auch für Erwachsene seien sie wichtig. Denn das Kapital eines Volkes sei seine Schöpferkraft, seine
Kreativität. Und diese entstehe nicht zuletzt durch Märchen. bij
„Einzug der Gäste auf der Wartburg in Halfing“
Die Heinrich-Beslmeisl-Halle in Halfing wurde vom Halfinger Bläserkreis anlässlich seines Herbstkonzertes zur „Wartburg“ umgestaltet.
Die zahlreichen Besucher wurden mit dem „ Einzug der Gäste auf der Wartburg“ von Richard Wagner, arrangiert vom Dirigenten Matthias Linke, festlich und furios auf der „Wartburg“ begrüßt. Der nun folgende „Sängerkrieg“ mit über 25 Bläserinnen und Bläsern, den Percussionisten und ebenso vielen Nachwuchsbläsern, sowie einem Rockbarden, führte die Gäste durch die Epochen der Blasmusikalischen Klangwelt.
Der Bläsernachwuchs übernahm mit zwei Orchestern, dem Vororchester und dem Jugendorchester unter der Leitung von Hans Egger, einen Teil des abendlichen Programmes. Lieder aus aller Welt von Jakob de Haan, einer Ouvertüre von Peter I. Tschaikowski, und eine Volksweise von Gawlik brachten sie zum Besten. Mit sauberer Intonation und einem fetzigem Tempo musizierten die jungen Musikantinnen und Musikanten zur sichtbaren Freude ihres Dirigenten sehr couragiert.
Der Abendsegen von Engelbert Humperdinck, im Arrangement von Matthias Linke holte, den Zuhörer in eine feierliche ruhigere Stimmung, um ihn dann zum Florentiner von Julius Fucik, wieder in temperamentvollere musikalische Gefielde zu entführen.
Der Halfinger Bläserkreis lud seine Gäste zum Umtrunk in der Pause ein, der vom Team des Hauses für Kinder in Halfing, dargereicht wurde.
Die Inzenierung des weiteren Abends auf der Wartburg begann mit „Dem Hans sein Walzer“ von Matthias Linke, einem jazzigem Walzer, nicht immer im Dreivierteltakt, mit überraschenden Wendungen, witzig, ernstvoll seriös gespielt vom Bläserkreis. Gänsehaut erzeugten beim Publikum die mystischen Klängen des Maxglaner Zigeunermarsches, von Tobi Reiser aufgeschrieben und Karl Edelmann arrangiert. Der Walzer von Dimitri Schostakowitsch Nr. 2 aus der Jazz-Suite, von Matthias Linke arrangiert, gesellte sich musikalisch sehr gut als weiterer Programmpunkt.
Ein Sprung von der Wartburg in die Karibik folgte. Vom Freiheitsgefühl der Seefahrer, von Piraten und Monstern zeugten die klanggewaltigen, bassigen, zarten, silbrigen Töne des voluminösen Klangkörpers.
Dem Sängerkrieg alle Ehre machte der Rockbarde Armando Bolzonaro. Herzöffnend sang er mit warmer Tenorstimme die Rockballade von Eros Ramazotti „Se Bastasse Una Canzona“ zu den Tönen der Bläser. Das Lied wurde von ihm für den Bläserkreis arrangiert. Moonlight Serenade von Glenn Miller, ein weiterer Programmpunkt des Abends wurde ebenfalls von Armando Bolzonaro arrangiert und vom Bläserkreis offensichtlich mit viel Spaß an dem Ausflug ins Swing-Metier musiziert. Bigband–Sound im Sinne von George Gershwin mit „Oh Lady be Good!“ bildeten den letzten Programmpunkt. Als Zugabe folgte unter anderem die Petersburger Schlittenfahrt, als Ausblick und Einstimmung für die zu erwartende Jahreszeit.
Andreas Posch, der 1982 den Bläserkreis ins Leben rief, gab an dem Abend dem Publikum und den Musikern die Ehre, indem er die überleitenden Worte sprach, die durch sein umfangreiches Hintergrundwissen und seiner Erfahrung als Musiker geprägt waren.
Bericht: Deborah Oberländer
OVB Bericht vom 18.02.2010
Halfinger Bläserkreis: "Frau Holle"
Um Kinder an Musik heranzuführen, wurden von Matthias Linke bereits mehrere Märchen vertont und in Zusammenarbeit mit dem Halfinger Bläserkreis aufgeführt.
Zum Thema "Frau Holle" formierten sich jetzt das symphonische Kammerorchester Halfing mit Musikern aus der Region unter Leitung von Matthias Linke und der Kinderchor
Fürstätt mit Edith Kaltenbrunner. Die Spielerinnen des Schattentheaters, das Kollegium des Waldorfkindergartens Bad Endorf, gestalten zusammen mit Markus Lütke, dem Erzähler, das Spiel.
Die Scherenschnitte stammen von Andrea Puskas. Die Musik, die Darstellungen und die Sprache sind auf Kinder im Grund- und Vorschulalter abgestimmt. Aber auch Erwachsene werden verzaubert.
Aufführungen unter der Gesamtleitung von Matthias Linke im Großen Kursaal in Prien sind am Freitag, 26. Februar, um 9 Uhr (Premiere) sowie um 10:30 Uhr und um 16 Uhr. Für Schulklassen
gelten ermäßigte Eintrittspreise, ebenso für Familien. Kartenvorverkauf ist bei der Sparkasse Bad Endorf, Telefon 08053/30663-0, Sparkasse Prien, Telefon 08051/90780, und dem Halfinger
Bläserkreis e.V., Telefon 08055/1070. re
Halfinger Theaterverein probt für "Protectulus"
Auf Hochtouren laufen derzeit die Proben für das Stück "Protectulus" von Peter Landsdorfer des Halfinger Theatervereins.
© OVB
Premiere ist am Samstag, 27. Februar, um 20 Uhr im Pfarrheim in Halfing. Armin Blind übernahm die Spielleitung von Sepp Hofer, der als Vorstand hinter den Kulissen weiter die Fäden in der Hand hält. Andi Hartl spielt Gustl, den Bauer Moarhofer, einen leidenschaftlichen Kartenspieler, dem das Glück nur in den seltensten Fällen zur Seite steht. Die Titelrolle des Protectulus, des Schutzengels von Gustl, spielt Robert Maier. Nachmittagsvorstellung mit Kaffee und Kuchen ist am Sonntag, 14. März, um 14 Uhr. Weitere Aufführungen sind am 5., 6., 12., 13., 19. März jeweils um 20 Uhr. Die letzte Aufführung ist am 21. März bereits um 18 Uhr. Den Kartenvorverkauf übernimmt ab 17. Februar wieder die Raiffeisenbank Halfing, Telefon 08055/90590.
Der gestiefelte Kater
Musikalisches Pantomimenspiel von Matthias Linke
Ein ganzes Wochenende lang fand für Märchenbegeisterte, und Menschen, die den Wert des Kulturgutes Märchen anerkennen,
ein wahres Freudenfest statt.
Matthias Linke begann im Januar 2008, nach Hänsel und Gretel, den gestiefelten Kater zu vertonen.
Diese Musik, gespielt vom symphonischen Kammerorchester Halfing, gesungen vom Kinderchor Höslwang, bot nun die
Grundlage, auf der das Künstlerensemble zu den Klängen Bilder und Worte lieferte.
Der Pantomime Ulrich Gottlieb bot eine charakterstarke Darstellung auf der von Donata Schiefer passend entworfenen Märchenbühne. Die Textdarstellung von Markus Lütke ließ für Kinder, wie für Erwachsene den Freiraum, in dem die eigene Phantasie sich regen konnte.
Es fanden vier Aufführungen unter der Gesamtleitung von Matthias Linke statt.
Auf die Uraufführung in der Franz von Assisi- Schule Au am Inn folgten Aufführungen im Kultursaal am Park in Bad Endorf, sowie am Laziseplatz vor dem Lokschuppen in Rosenheim. Die am Amphitheater am Stoa in Edling geplante Aufführung wurde wegen der schlechten Wetter in die Halle von Holzhaus Aicher in Holzham bei Halfing verlegt, was die Zuschauer nicht abhielt, zahlreich zu kommen.
Bericht Katharina Egger
Photos Konrad Müller
OVB Bericht vom 15.07.2008
Altes Märchen - mit neuer, alter Musik
Im Jahr 2007 «Hänsel und Gretel», 2008 nun «Der gestiefelte Kater»: Der Bläserkreis Halfing setzt seine im vergangenen Jahr begonnene Reihe mit Märchenmusicals mit einem ehrgeizigen Projekt weiter fort.
Wieder ist es ein Märchen der Gebrüder Grimm, das unter der Gesamtleitung von Dirigent Matthias Linke, der auch
die Musik komponiert hat, am Freitag, 18. Juli, um 10 Uhr in der Heilpädagogischen Franz-von-Assisi-Schule in Au am
Inn zur Uraufführung kommt.Linke, auch bekannt als Mitglied der Grassauer Blechbläser, bleibt einem weiteren Prinzip
seiner musikalischen Arbeit mit dem 2007 gegründeten symphonischen Kammerorchester Halfing treu: seinem Mut, immer
wieder neue Wege zu gehen - auch oder gerade bei Stücken, die sich vor allem an Kinder richten.
Das neue Musical «Der gestiefelte Kater» verlässt die traditionellen Pfade einer typischen Märcheninszenierung,
wie sie auf den Kinderbühnen des Landes oder im Fernsehen zu sehen sind: Es treten keine Schauspieler in pompösen
Kostümen auf, werden nicht die bekannten Szenen eins zu eins dargestellt oder, wie heute oft üblich, in moderner
Sprache neu interpretiert. Stattdessen spricht ein Erzähler, der professionelle Schauspieler Markus Lütke, den
Originaltext. Der Pantomime Ulrich Gottlieb, ein in München und Wien ansässiger Künstler, bildet mit seiner
Körpersprache und Mimik den szenischen Rahmen. «So entsteht viel Raum, um der Phantasie freien Lauf zu lassen»,
ist Linke überzeugt.
Pantomime statt Schauspielerei: Dies öffnet auch nach Überzeugung von Barbara Egger, Organisatorin des Projektes
aus dem veranstaltenden Halfinger Bläserkreis, neue Möglichkeiten, sich dem bekannten Märchenstoff anzunähern.
«Wir setzen unseren Gästen nichts von vornherein Fertiges vor, sondern eine Inszenierung, die an der Oberfläche
kratzt und anregt, in die Tiefe zu gehen», bringt Linke das Ziel auf den Punkt. Bewusst setzen er und sein Team auch
einen Gegenpol zu den überschwänglichen Märchenfilmen aus dem Fernsehen.
Eine eigene Sprache spricht stattdessen die Musik von Linke: «Ich habe mich hingesetzt und sie ist einfach geflossen»,
erinnert er sich an die Zeit des Komponierens. Das Ergebnis dieses kreativen Vorgangs ist nach seinen Angaben eine
«einfache, fröhliche, beschwingte Kammermusik - mit Elementen der Renaissance und aus dem höfischen Leben». Eine neue,
alte Musik, die Linke im Blut lag - nicht nur, weil er alte Musik studiert hat, sondern auch weil er ein begeisterter
Märchenfan ist. Seine beiden Kinder müssen den Vater nicht lange bitten, wenn es gilt, aus den Büchern der Gebrüder
Grimm vorzulesen. «Märchen faszinieren nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene mit ihrer Hintergründigkeit», findet
er. Auch Barbara Egger war deshalb erneut für eine Märcheninszenierung zu begeistern. «Märchen tragen Lebensweisheiten
durch die Jahrhunderte», ergänzt sie. Märchen sind nach Erfahrungen der Musiklehrerin auch bewährte Mittel, um Kindern
Musik nahezubringen.
Dieses Ziel haben sich auch die Mitwirkenden gesetzt - viele von ihnen aus dem Kollegenkreis der beiden Musiklehrer.
Die Aktiven reichen vom gut ausgebildeten Laien bis zum Profi, von Kindern bis zu Erwachsenen. Das symphonische
Kammerorchester Halfing hat sich nach Informationen von Barbara Egger aus 18 Musikern der Region zwischen München und
Traunstein gebildet. Der Kinderchor Höslwang unter Leitung von Marianne Meyer vereint Schulmädchen und Schulbuben mit
geübten Stimmen im Alter von acht bis 14 Jahren.
So vielfältig wie die 40 Akteure an den Instrumenten und am Mikrofon präsentieren sich die Aufführungsorte: Sie reichen
vom traditionell bestuhlten großen Kursaal in Bad Endorf bis zur Schulaula in Au, vom Stadtplatz vor dem Lokschuppen in
Rosenheim bis zum Amphitheater in Edling. Jeder Ort stellt deshalb an Orchester, Chor, Erzähler und Pantomime die
Aufgabe, sich neu zu integrieren. Traumaufführungsbühne ist für Linke und Barbara Egger natürlich das
Freilichttheater am Stoa: «Wo sonst könnte man den Originalschauplatz des Märchens vermuten», freut sich Barbara Egger.
«Hier befindet sich der Besucher - inmitten der Ländereien des Herrn Grafen», schwärmt sie. Deshalb hofft die
Organisatorin vor allem auf eins: auf gutes Wetter. Dass der Funke der Musik, Erzählungen und Pantomime auf das Publikum
- von Jung bis Alt - überspringen wird, davon ist sie überzeugt. Die Künstler geben auf jeden Fall ihr Bestes, weiß Linke.
«Wir sind kein eingekauftes Orchester, sondern ein Team - mit einem Ziel, unsere Gäste zu bewegen», betont er. Gelingt
dies auch heuer, möchte Linke seinen Märchenzyklus mit vier Märchen auch 2009 weiter fortsetzen. Auf seiner Wunschliste
steht unter anderem noch «Frau Holle».
Gesamtkunstwerk für kindliches Gemüt
Ludwig Tieck hat seinerzeitdas Märchen «Der gestiefelte Kater» in romantisch ironisierender Weise bearbeitet:
Die Zuschauer sind Teil des Schauspiels und kommentieren das Bühnengeschehen aus ihrer Froschperspektive mehr oder weniger
hochnäsig, werden aber gegen Ende vom Dichter dahingehend belehrt, dass sie «Kinder werden» müssten, um solch Märchen angemessen zu verstehen. Märchen sind nun mal für Kinder geschaffen - und für solche, die bereit sind,
auf intellektuelle Betrachtungen zu verzichten, eben um Kinder zu werden, solange sie zuschauen. Diese Gedanken hat der Musiker Matthias Linke im Verein mit Markus Lütke als Sprecher und Ulrich Gottlieb als pantomimischer Darsteller aufgegriffen und den «gestiefelten Kater» zu einer Art Gesamtkunstwerk für das kindliche Gemüt verarbeitet. Die Premiere fand statt in der Franz-von-Assisi-Schule, der heilpädagogischen Anstalt von Kloster Au, und die vielen Behinderten der Anstalt machten begeistert mit und belebten die Szene je nach ihrem Temperament. Aufführungen in Bad Endorf, Rosenheim und am «Stoa» von Edling folgten.
Ein raffiniert gestaltetes einfaches Bühnenbild diente als Hintergrund für den Ein-Mann-Darsteller Ulrich Gottlieb. Links vorne postierte sich der Sprecher, rechts saß das mit verschiedensten Instrumenten bestückte Orchester, von Matthias Linke sachkundig geleitet. Der Kinderchor von Höslwang sang seine kurzen szenischen Einwürfe als verbindendes Element zum Bühnengeschehen in der Mitte.
Die Musik kommentierte mit einfachen kompositorischen Mitteln das Märchen, etwa nach Art neobarocker Spielmusiken und mit Elementen aus altenglischen Weisen der Renaissancezeit - exzellentes Handwerk des Musikpädagogen Matthias Linke. Dazu Markus Lütke, der in kindgerecht betulicher Ausdrucksweise das formelhafte Frage- und Antwortspiel des Märchens rezitierte - Kinder wollen das so!
Die Musik zog in ähnlicher Weise gleich - ja, und da wurde die Sache etwas eintönig. Hätte Matthias Linke die nun ebenfalls formelhafte Musiksprache etwas variiert, etwa mal die Tonart geändert, es hätte einen Gegenpol geschaffen und Lockerung bewirkt.
Doch markante Stellen gab es allzumal an diesem Vormittag in der Schule: Die Rebhuhnjagd des Katers, mit Schlagzeug, Pizzikato- und anderen Effekten untermalt; Ulrich Gottlieb als Rebhühner mampfender König, oder sein «Gesichtswechsel» vom Gebaren des Königs zum schüchternen Müllerssohn, zur kapriziösen Prinzessin; oder der Kinderchor als Bauernvolk, dem der Kater die Antworten an den König eintrichtert.
Und auch die Festmusiken, bei denen nun Matthias Linke ins Volle griff, mit ineinandergreifenden Motiven alle Mittel der Kompositionstechnik nutzte und damit zusätzlich bei Kindern und Erwachsenen zu lebhaftem Beifall aufrief.
Robert Engl
Halfinger Kinder Ferienprogramm:
"Wir machen Straßenmusik"
Das Vororchester des Halfinger Bläserkreises lädt alle interessierten Kinder am 14.08.2008 um 10.00 Uhr ein, zum Ausprobieren von Blasinstrumenten, zur gemeinsamen Musik auf Blas-, Perkussions- und anderen Instrumenten. Vorhandene eigene Instrumente können mitgebracht werden. Für Verpflegung sorgt der Halfinger Bläserkreis.
Treffpunkt ist an der Schule Halfing. Am Nachmittag findet ein kleines Konzert statt.
Ende gegen 16.00 Uhr.